Startseite » Was ist was » Allergien frühzeitig erkennen
Seitenaufrufe : 224721
 
Allergien frühzeitig erkennen
Eine allergische Reaktion kann von einer Niesattacke oder einer Hautschwellung bis hin zu Schwindel und Erbrechen reichen. Da gilt es, rasch die Ursache zu ermitteln, um gezielt etwas dagegen unternehmen zu können. Auch wenn einem die Neigung zur Ausbildung von Allergien in die Wiege gelegt sein kann, „sind sie nie vererbt“, sondern immer erworben. Bei einer allergischen Reaktion spricht das Immunsystem auf an sich harmlose Fremdstoffe in einer Art an, als handle es sich um eine Bedrohung für den Organismus. Es werden Antikörper produziert, die bestimmte Zellen dazu bringen, den Entzündungsstoff Histamin auszuschütten. Je nach Allergie kann dies zu Niesattacken, Hautausschlägen, Haut- oder Schleimhautschwellungen, in schwieriegen Fällen auch zu Erbrechen oder Durchfall führen. Beim nächsten Kontakt mit den allergieauslösenden Stoff ist der Körper schon in Alarmbereitschaft und reagiert oft innerhalb von Minuten.
Liegt der Verdacht auf eine derartige allergische Erkrankung vor, ist die gängigste Untersuchungsmethode ein Hauttest, der so genannte Prick-Test. Dabei werden die 30 wichtigsten Allergene aus Pollen, Hausstaub oder Tierhaaren mit einem kleinen Stich unter die Haut gebracht. Reagiert der Körper auf einen der Stoffe, bildet sich an der entsprechenden Stelle nach ca. 15 Minuten eine Rötung oder eine kleine Schwellung. Zusätzlich wird Blut abgenommen, um die Antikörper zu bestimmen und zu sehen, ob die Befunde zusammenpassen. Es gibt aber auch Allergien, die nicht so einfach zu bestimmen sind. Bei so genannten Kreuzallergien reagiert der Körper auf Stoffe, die auf den ersten Blick nicht allzu viel miteinander zu tun haben. So vertragen Menschen, die auf Birkenpollen ansprechen, häufig auch keine rohen Äpfel, Nüsse oder Steinobst, weil sich deren Allergene ähneln. Seltener ist etwa die kombinierte Allergie von Beifußpollen, die im August oder September fliegen, und Gewürzen oder Sellerie. Generell werden die in Lebensmittel vorkommenden Allergene in zwei Klassen eingeteilt, je nachdem, wie labil diese sind. Die Allergene in Äpfeln oder Steinobst werden in der Regel beim Kochen zerstört. Die Erdnuss dagegen hat sehr stabile Allergene.
Um dem Arzt die Diagnose zu erleichtern, sollte ein kleines Protokoll geführt werden. Beim allergischen Schnupfen gilt es die Tage festzuhalten, an denen die Beschwerden auftreten. Beim Verdacht auf Nahrungsmittelallergien sollte man notieren, was man an den jeweiligen Tagen gegessen hat. Statistisch betrachtet reagieren bis zu zwei Prozent der Deutschen allergisch auf Insektenstiche. Symptome können Juckreiz, Schwindel, Atemnot und Erbrechen sein. Für Insektengiftallergien empfiehlt sich eine Hyposensibilisierung. Bei dieser Therapie wird der Körper über einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren gegen bestimmte Allergene unempfindlich gemacht.