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Diabetes mellitus
Der Diabetes mellitus ist eine chronische Störung des Zuckerstoffwechsels mit zeitweiser oder ständiger Erhöhung des Blutzuckerspiegels. Ursache ist ein Insulinmangel oder ein vermindertes Ansprechen des Körpers auf Insulin, wodurch Zucker aus dem Blut nicht in das Zellinnere aufgenommen werden kann. Der Zucker fehlt in der Zelle als Energielieferant, während er im Blut in zu hoher Konzentration vorliegt. Übersteigt die Konzentration des Blutzuckers einen Schwellenwert, so wird Glukose mit dem Urin ausgeschieden. Dabei gehen große Mengen an Flüssigkeit und Mineralien verloren, was zu einer Austrocknung des Körpers führt. Zusätzlich kommt es durch den Insulinmangel zu einer Störung des Fettstoffwechsels, welche das Entstehen einer Ateriosklerose begünstigt. Die Zuckerkrankheit betrifft ca. 4 % der Bevölkerung in Deutschland und ist damit eine der häufigsten Stoffwechselerkrankungen.
Es gibt verschiedene Diabetesformen.

Typ1-Diabetiker

An dieser Form erkranken überwiegend Menschen unter 30 Jahren, manchmal auch schon Kinder. Aber auch Ältere kann es treffen. Diese Form, auch „jugendlicher Diabetes“ genannt tritt plötzlich auf, weil die Bauchspeicheldrüse kein körpereigenes Insulin mehr herstellt. Die Betroffenen spüren daher schnell, dass irgendetwas nicht stimmt. Typ-1-Diabetiker müssen sich dann regelmäßig das lebensnotwendige Insulin selbst zuführen. Eine gesunde Ernährung unterstützt die Behandlung, kann sie aber nicht ersetzen.

Typ-2-Diabetes

Betroffen sind meist Menschen über 40 Jahren. Doch in den letzen Jahren leiden auch zunehmend junge Menschen an der früher als „Altersdiabetes“ bezeichneten Erkrankung. Bei Typ-2-Diabetikern schüttet die Bauchspeicheldrüse zwar noch Insulin aus, aber relativ gesehen zu wenig. Grund: Die Körperzellen reagieren nicht mehr empfindlich genug auf Insulin. Dieser Prozess ist schleichend und wird daher sehr selten rechtzeitig bemerkt. Das Erkrankungsrisiko steigt mit dem Gewicht: Bei zehn Prozent Übergewicht vervielfacht es sich. Denn dann muss die Bauchspeicheldrüse erheblich mehr Insulin herstellen als bei Normalgewichtigen. Irgendwann kann sie den Mehrbedarf nicht mehr ausgleichen. Oft genügen daher schon eine Ernährungsumstellung und ein geringeres Körpergewicht, um die Blutwerte zu senken.

Symptome

Typ-1-Diabetiker

Typ-2-Diabetiker

  • Viel Durst
  • häufiges Wasserlassen
  • rapide Gewichtsabnehme
  • Bewusstseinsstörungen

Eindeutige Beschwerden sind selten. Wie beim Typ-1-Diabetiker können unstillbarer Durst und häufiges Wasserlassen erste Anzeichen der Erkrankung sein. Manchmal auch folgende Symptome:

  • Grundlose Gewichtsabnahme und Schlappheit
  • Häufige Pilzinfektion der Haut
  • Juckreiz
  • Wiederkehrende Harnwegsinfekte
  • Schlechte Wundheilung

Eigeninitiative ist gefragt

Verlauf und Folgeschäden hängen wesentlich von der aktiven Mitarbeit der Betroffenen ab: Gut informierte Diabetiker haben die besten Behandlungserfolge. Auch eine enge Zusammenarbeit mit dem Arzt bringt viel. Sie können dann selbst die Behandlungsziele kontrollieren und mitbestimmen, was zu erreichen ist. Ganz wichtig: Regelmäßige Arztbesuche verhindern, dass die Vorboten von Diabetesschäden übersehen werden.

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