Startseite » Was ist was » Fersensporn
Seitenaufrufe : 224691
 
Fersensporn

Ein Fersensporn ist ein dornartiger, knöcherner Sporn auf der Sohlenseite des Fersenbeines. Er entsteht durch eine Überbelastung der Sehnenplatte auf der Fußsohle. Gelegentlich tritt der Fersensporn auch am Ansatz der Achillessehne auf (Haglund-Exostose). Die Schmerzen können bei andauernder Überbelastung chronisch werden. Meist helfen Schuheinlagen mit weichen Fersenschalen und physikalische Therapie.

Ursachen

Ein Fersensporn entsteht durch Überbelastung der Sehnenplatte, die entlang der Fußsohle verläuft oder im Ansatzbereich der Achillessehne, ebenfalls durch Überlastung, aber auch durch schlechtes Schuhwerk. Infolge ungewöhnlicher Belastung treten an der Sehne mikroskopisch kleine entzündliche Einrisse auf. Wenn keine oder zu kurze Ruhepausen eingelegt werden, kann die Sehne nicht ausheilen. Der Körper versucht dann, die lädierte Sehne mit Kalkablagerungen zu "reparieren". So entsteht mit der Zeit am Ansatz der Sehne ein verknöcherter Sporn.

Dauert die Überbelastung fort, entsteht unter dem Fersensporn noch ein Schleimbeutel. Der oft jahrelang ohne Beschwerden bestehende Knochenfortsatz beginnt dann zu schmerzen. Weil das Stoß dämpfende Fettgewebe unter dem Fuß mit dem Alter schrumpft, leiden ältere Personen häufiger an diesen Beschwerden. Aber auch Übergewichtige und Sportler können davon betroffen sein.


Vorbeugung

Richtiges Aufwärmtraining vor dem Sport beugen einem Fersensporn vor. Fehlstellungen des Fußes sollten frühzeitig durch Schuheinlagen korrigiert werden. Allzu starres Schuhwerk sollte vermieden werden, auf eine gute Passform ist zu achten.

Beschwerden

Anfangs treten Schmerzen unter und auf der Innenseite der Ferse meist morgens, bei den ersten Schritten nach dem Aufstehen, auf. Später kann jeder einzelne Schritt schmerzen. Gehen oder Laufen auf hartem Untergrund wird als besonders unangenehm empfunden.

 

Behandlung

Behandelt wird ein Fersensporn in erster Linie konservativ. Zuerst mit Schuheinlagen und physikalischer Medizin, dann mit Schmerzmitteln, schließlich - in besonders hartnäckigen Beschwerdefällen - mit operativen Maßnahmen.

 

Fersensporn