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Progressive Muskelrelaxation

Die Progressive Muskelrelaxation nach Jacobson beruht in der Lernphase auf der Anspannung bestimmter Muskelgruppen und dem Spüren der anschließenden Entspannung. Man spürt also zunächst die Anspannung und dann im Unterschied dazu das Gefühl der Entspannung. Eine wichtige Erfahrung ist, sensibel für verschiedene körperliche Spannungszustände zu werden und diese dann durch bewusstes Entspannen zu lösen. Beim Üben wird der Entspannungseffekt durch die vorherige Anspannung deutlich gespürt, weil der Kontrast zwischen beiden Zuständen eine bessere Wahrnehmung zulässt. Nachdem beispielsweise die Hand fest zur Faust geballt und intensiv die Anspannung gefühlt wurde, spürt man, wie sich nach der Anspannung die Finger lösen und sich öffnend entspannen. Mit dieser Methode lassen sich sowohl lokale Spannungszustände der Muskulatur (z.B. verspannter Schulter-Nackenmuskulatur) positiv beeinflussen als auch durch fortschreitende muskuläre Entspannung ein Zustand der psychischen Entspannung hervorrufen. Die Methode ist leicht erlernbar und in jeder Körperhaltung durchführbar.

 

Die Anspannung der einzelnen Muskelpartien erfolgt ca. 5 – 10 Sekunden lang, wobei mit leichter Anspannung begonnen wird und dann immer stärker bis zur maximalen Spannung angespannt wird. Die Entspannung dauert ca. 20 – 40 Sekunden, wobei die Lösung der Anspannung nicht allmählich, sonder unmittelbar erfolgt. Die verschiedenen Körperempfindungen bei den Phasen der Anspannung, beim Übergang von der Anspannung zur Entspannung und bei der Entspannung sollen gezielt beobachtet werden. Wie fühlt sich z.B. der Zustand der Entspannung an? Welche Unterschiede gibt es zur Anspannung?

Der Übungszyklus des Anspannens und Entspannens (Loslassen) soll mit jeder Muskelgruppe zweimal wiederholt werden, bevor man die Aufmerksamkeit auf die nächste Muskelgruppe richtet